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Vorbildauswahl

Bei der Auswahl der Vorbilder für Triebfahrzeuge, die bei der H0fine-Kleinbahn eingesetzt werden sollen, achten wir darauf, dass diese eine Achslast von höchstens 15 t haben bzw. hatten. In Ausnahmefällen sind bei besonderen Erfordernissen auch 16 t (z.B. BR 74.0-3) möglich. Beim Vorbild war dem Kleinbahn-typischen leichten Oberbau nicht mehr zuzumuten und das setzen wir auch im Modell entsprechend um.

Rad-Schiene-System

Grundsätzliche Informationen zum Rad-Schiene-System finden sich auf der Seite Rad-Schiene-System.

Radsätze

Das Rad-Schiene-System entspricht der FREMO-H0fine-Norm. Das bedeutet, die Radsätze aller Fahrzeuge müssen ganz bestimmte Abmessungen haben, sonst wird es spätestens auf der ersten Weiche spannend:

  • Radbreite: 2,2 mm
  • Radsatzinnenmaß: 14,8 mm
  • Spurkranzhöhe: 0,66 mm

Bei Wagen ist die einfachste Lösung der Tausch der Radsätze. Bei Tauschradsätzen kann man durchaus davon ausgehen, die geforderte Radbreite und Spurkranzhöhe zu bekommen - das Radsatzinnenmaß stimmt aber möglicherweise dennoch nicht. Hier sollte man nachmessen und ggf. mit einem Abzieher das Innenmaß auf den richtigen Wert bringen, denn meist ist das Innenmaß zu klein.

Bei Triebfahrzeugen - insbesondere bei Dampflokomotiven - ist der Aufwand deutlich höher; nicht selten ist eine Überarbeitung durch eine Fachwerkstatt sinnvoll oder erforderlich, weil durch den Einbau eines eisenlosen Glockenankermotors mit Schwungmasse die Fahreigenschaften verbessert werden sollen - dann können auch gleich die Radsätze mit überarbeitet werden, links im Original, rechts überarbeitet:

Radsätze im Originalzustand Radsätze nach H0fine-Norm

Antriebe

Ein Triebfahrzeug macht dann richtig Spaß, wenn es sehr gute Fahreigenschaften hat. Dazu gehört ruhiger Lauf ohne Taumeln, seidenweiches Anfahren und Anhalten und sicheres Überfahren von Weichenherzstücken. Dieses Ziel wird erreicht durch:

  • exakt gedrehte Radsätze, die sauber auf die Achsen gepresst sind
  • guter Motor, z.B. eisenloser Glockenankermotor
  • Schwungmasse

Wer das nicht selbst einbauen kann, findet gute Werkstätten für solche Arbeiten; dort wird sehr gut und preiswert gearbeitet - billig ist eine solche Arbeit aber nicht. Wer aber eine solche Lokomotive einmal beobachtet hat - z.B. eine zweiachsige Köf III mit einer Mindestgeschwindigkeit von etwa 1 cm pro Minute - möchte nicht mehr mit irgendwelchen Rumpelkisten fahren. Lieber weniger Loks und die fahren aber erstklassig!

Gute Erfahrungen bestehen mit dieser Werkstatt: http://www.hauptbahn.de/graeler/

Decoder

Gefahren wird mit dem sehr weit verbreiteten DCC-System. Daher benötigt jedes Triebfahrzeug einen solchen Dekoder. Ein guter Dekoder trägt auch zu guten Fahreigenschaften bei. Des weiteren kann er die Beleuchtung steuern und hat möglicherweise sogar Sound. Letzterer ist aber so leise einzustellen, dass er nur im Umkreis von etwa 2 m hörbar ist.

Die Decoderadressen werden zentral vergeben, um Doppelungen zuverlässig verhindern zu können.

Zu jedem Triebfahrzeug gehört ein eigener Handregler.

Kupplungen

Wer möchte nicht eine Kupplung haben, die butterweich einkuppelt, robust und zugleich zierlich ist? Wohl jeder! Aber das ist gar nicht so einfach ...

OBK-Kupplung

OBK-Kupplung

Diese Kupplung erfüllt alle drei Kriterien, der Stahlbügel sorgt dafür, dass sie auch per Magnet entkuppelbar ist. Beim Ziehen haben die Puffer der Wagen einen merklichen Abstand voneinander - dafür ist aber auch ein Einkuppeln in vorbildgerechten Radien möglich. Beim Schieben verhaken die Kupplungen trotz fehlender Prallplatte nicht, da die Bügel so lang sind, dass sich beim Schieben die Kupplungshaken nicht berühren können und die Wagen über die (Feder-)Puffer geschoben werden.

Die Kunststoffausführung der Kupplung ist hier zu bekommen.

SDF-Kupplung

SDF-Kupplung

SDF-Kupplung

SDF-Kupplung

Die obigen Abbildungen zeigen die SDF-Kupplung - SDF steht für "Süddeutsche Fine-Kupplung", die sich bereits auf mehreren Treffen bewährt hat. Sie kuppelt natürlich nicht nur mit ihresgleichen, sondern auch mit den bisherigen Bügelkupplungen; der Stahlbügel erlaubt wie gewohnt auch ein Entkuppeln per Magnet.

Sie war ein Zwischenschritt von der GFN-Kupplung hin zu einer filigranen Kupplung für den H0fine-Bereich, die OBK-Kupplung scheint hier die empfehlenswerte Kupplung zu sein.

GFN-Kupplung

Diese Kupplung ist altbekannt und weit verbreitet. Sie erfüllt problemlos die Kriterien "butterweich einkuppeln" und "robust". Zierlich ist sie allerdings nicht - da hängt ein ganz schönes Trum vor dem Wagen!

Aus diesem Grund wird sie im H0fine-Bereich gerne durch etwas zierlicheres ersetzt.

Puffer

Die Fahrzeuge sollen wenn irgend möglich Federpuffer haben. Bei den meisten Fahrzeugen ist es kein Problem, durchstoßende Federpuffer zu verwenden, wenn das nicht geht, müssen es in Ausnahmefällen nichtdurchstoßende Federpuffer sein.

Dabei ist auf den richtigen Durchmesser der Pufferteller zu achten und auf den richtigen Einbau der Puffer mit planer und gewölbter Puffertellerfläche.

Zum Bohren der Löcher für die Weinert-Federpuffer bietet sich ein 2,2 mm Kugelkopffräser an, er verläuft und verkantet nicht so leicht wie Bohrer:

Pufferlochbohrer

Superung

Die Fahrzeuge sollen in ihrem Detaillierungsgrad H0fine-Niveau entsprechen. Dazu gehören z.B.:

  • freistehende Griffstangen im richtigen Durchmesser
  • feine Rangierertritte
  • Federpuffer
  • korrekte Nachbildung der Bremse und ihrer Bedieneinrichtungen
  • detaillierte Pufferbohle

Alterung

Fahrzeugnummer

Jedes Fahrzeug benötigt eine einmalige Fahrzeugnummer, um es im Betrieb eindeutig identifizieren zu können. Dazu ist eine Umbeschriftung mit entsprechenden Schiebebildern erforderlich.

Fahrzeugkarte

Jedes Fahrzeug benötigt eine Fahrzeugkarte. Absolut zwingend erforderlich ist diese bei Güterwagen, sonst ist mit diesen kein sinnvoller Güterwagenumlauf durchführbar. Für Personenwagen ist eine Wagenkarte auch sehr wünschenswert. Am ehesten kann bei Triebfahrzeugen auf die Fahrzeugkarte verzichtet werden.