Anbau

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Der Haltepunkt existiert nicht mehr, die Module werden umgenutzt.

Modell

Nachdem ich mich entschlossen hatte, zwei Module mit Kleinbahn-Gleisen zu bauen, kam natürlich die Frage nach der Gestaltung auf. Schnell war für mich klar, dass ein Modul einen Haltepunkt darstellen wird. Nun war die Frage die nach möglichen Vorbildern. Im Internet wurde auch die Seite der „Altmarkschiene“ gesichtet. In dieser Gegend wurden die Haltestellen oft weit weg von den eigentlichen Siedlungen gebaut. Ein mögliches Motiv zeigt das sechste Bild von oben im nachfolgenden Link (Daehre-West): http://zweirad-juergens.de/seitenaltmarkeisenbahn/daehre-diesdorf.html

Ich entschloss mich aber, meiner Station einen anderen Namen zu geben. Beim Treffen in Altenriet im Januar 2013 kam der Haltepunkt nun zum ersten Mal zum Einsatz. Die Premiere ist von meiner Seite her sehr gut verlaufen. Der Bahnsteig ist schon vorhanden, die Kante wurde getestet und kann nun eingebaut werden. Bei der weiteren Gestaltung gibt es aber noch Fragezeichen. Der Haltepunkt wird auf jeden Fall noch eine Unterstellmöglichkeit für die Reisenden bekommen.

Beim Treffen wurde ich gefragt, wie es denn zur Namensgebung kommt. Dabei fiel mir auf, dass der Name doch eher nach Deutschland Ost klingt. Da ich mir schon vorher eine Geschichte ausgedacht hatte, will ich diese hier vortragen.

Fiktive Geschichte des Haltepunktes "Anbau"

Um die Jahrhundertwende 1900/1901 kam in der Umgebung der Städte Ahausen und Bestadt der Wunsch nach einem Anschluss zur Eisenbahn auf. Die etwa 40 Kilometer zwischen beiden Städten lagen in landwirtschaftlicher Umgebung. Industrie war erst in den beiden Städten zu finden. Die Anträge an die KPEV wurden negativ beschieden. Nur mit einer möglichen Einbindung einer eigenen Strecke in beide Bahnhöfe war man einverstanden. Die kleinen Dörfer entlang der beiden Städte entschlossen sich die Planung und den Bau in die Hände eines privaten Eisenbahnunternehmens zu legen. So wurde dann um 1905 die Kleinbahn auf der Strecke Ahausen – Cedorf – Bestadt eröffnet. Wie nicht anders erwartet war der Verkehr nicht allzu hoch. Die anliegenden Dörfer waren aber mit der Anbindung zufrieden.

Etwa 1920 wurde bei Cedorf Ton in größerem Umfang gefunden. Da sich der Abbau lohnte wurde direkt neben der Tongrube eine Ziegelei gebaut. Da Fachpersonal rar war wurde dieses von außerhalb angeworben. Für diese Mitarbeiter entstand eine kleine Werkssiedlung. Im örtlichen Sprachgebrauch von Cedorf setzte sich schnell der Name "Anbau" für die Siedlung durch.

Die Siedlung wurde nach 1945 noch vergrößert. Es entstanden neue Häuser. Auf Wunsch der Gemeinde Cedorf und vor allem der Anwohner der Siedlung wurde von der Kleinbahn ein neuer Haltepunkt an der Strecke errichtet. Dieser wurde nach der Siedlung "Anbau" ohne Nennung der Gemeine Cedorf genannt. Das Aufkommen an Reisenden vergrößerte sich schnell, da viele Anwohner in die Städte Ahausen und Bestadt fuhren. Ahausen wurde schnell das regionale Zentrum der Region. Die Industrie blühte auch hier auf.

In den sechziger Jahren wurde damit begonnen die Straße zwischen Ahausen und Bestadt auszubauen. Dabei wurde in der Nähe der Gemeinde Cedorf eine Brücke über die Eisenbahn gebaut. Die Ziegelei produzierte bis etwa 1990 noch weiter. Dann waren die Vorräte der Grube erschöpft. Die Produktion war schon vorher recht unwirtschaftlich.

Die Eisenbahn blieb bis in die neunziger Jahre erhalten. Das Aufkommen in "Anbau" ging aber zurück. Der einsetzende Individualverkehr machte auch hier vor der Eisenbahn nicht halt. Heute existiert die Siedlung noch immer. Die Gleise sind aber mittlerweile abgerissen und ein Radweg ist auf der Trasse entstanden.

Soweit die Geschichte meine Haltepunktes. Ich hoffe, dass der Haltepunkt noch öfters zum Einsatz kommen wird. Die Zeit wird es zeigen.

Datenblatt

Beschreibung

Anbau ist ein Haltepunkt.

Bilder

  • Erbauer: JBie
  • Eigentümer: JBie

Vorbild

Kein direktes Vorbild.