Fotografieren

Aus Kleinbahnwiki
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Grundlagen

  • Kamera auf höchstmögliche Auflösung und Bildqualität einstellen.
  • Niedrigstmögliche ISO-Zahl einstellen.
  • Wenn möglich/nötig ein Stativ verwenden.

Software und Hardware

Es gibt eine Vielzahl an Programmen zur Bildbearbeitung, von einfach bis komplex, von kostenlos bis teuer. Mein Favorit ist kostenlos und komplex: GIMP.

Standardarbeiten

Bestimmte Standardarbeiten sollten mit ausnahmslos jedem Foto gemacht werden, wobei nicht immer alle folgenden Schritte erforderlich sind. Welche man macht, welche nicht und in welcher Reihenfolge und Stärke ist eine Sache der Erfahrung.

Horizont gerade ziehen

Es ist immer gut, wenn der Horizont horizontal liegt. Natürlich kann ausnahmsweise des Effektes wegen ein bewusst schiefes Bild geschossen werden - dann ist ja alles gut. Störend ist aber ein leicht schiefes Bild, das eben eigentlich nicht schief sein soll. Hier hilft, in der Bildbearbeitung das Bild die paar Grad zu drehen. Damit man dies nicht frei Hand machen muss, ist sehr empfehlenswert, ein Raster einzublenden und danach die Ausrichtung vorzunehmen. Und nicht vergessen, danach das Bild auszuschneiden, sonst fehlen die Ecken!

Stürzende Linien entfernen

Sehr häufig wird die Linsenachse beim Fotografieren nicht exakt horizontal verlaufen; das Ergebnis ist, dass in Wirklichkeit senkrechte Linien auf dem Foto nicht parallel zueinander verlaufen, sondern auf einen Fluchtpunkt zu. Das kann als Effekt (manchmal) durchaus gewünscht sein, bei extremen Neigungen ist es ohnehin nicht vermeidbar und auch kaum noch korrigierbar. Ansonsten aber gewinnen viele Fotos, wenn man dies korrigiert - d.h. also, dass senkrechte Linien des Motivs auch parallel zu den Bildrändern sind.

Sehr hilfreicht dazu ist es, ein Raster einzublenden, an dem man die senkrechten Linien des Motivs ausrichten kann. Dies muss meistens mit der linken und rechten Seite des Bildes mehrfach im Wechsel gemacht werden, denn wenn man auf der einen Seite zieht, wandert auch die andere wieder mit.

Bildausschnitt

Weißabgleich, Farbtemperatur

Schatten, Lichter, Belichtung

Helligkeit, Kontrast

Schärfen

Scharf ist immer gut! Das fängt natürlich schon bei der Aufnahme an: Gutes Objektiv, saubere Linse, höchstmögliche Auflösung an der Kamera eingestellt, ISO-Zahl so niedrig wie möglich, korrekt scharfgestellt, sinnvolle Schärfentiefe, evtl. Stativ, usw.

Aber auch bei der Nachbearbeitung gibt es hier noch Möglichkeiten - so tut ein leichtes Schärfen fast allen Fotos gut. Man kann es hier aber auch leicht übertreiben, dann wirkt es unnatürlich. Schärfen schärft aber auch das Bildrauschen, das merkt man insbesondere dann, wenn man mit hohen ISO-Zahlen fotografiert hat.

Retuschieren

Darüber kann man sicherlich kontrovers diskutieren, reichen die Möglichkeiten doch vom "schöner machen" bis zum "Beschiss". Auf jeden Fall kann man damit häufig einiges aus dem rohen Foto machen, wenn es zunächst gar nicht so prickelnd war. Hier ein paar Beispiele aus der Kategorie "schöner machen" (mit höchstens wenig Beschiss) - jeweils "vorher - nachher":

Schöner machen

Dornheim 2018 Dornheim 2018

Das war ein einfacher Fall - durch einen geeigneten Bildausschnitt verschwand der störende blaue Vorhang.

Hintergrund durch Retusche beruhigen

Dornheim 2018 Dornheim 2018

Am Ausschnitt wurde nichts verändert, aber ein paar unruhige Elemente im Bildhintergrund wurden wegretuschiert, sie störten das Bild und die Konzentration auf den wesentlichen Bildinhalt. Hier fiel die Entscheidung zu Gunsten des Retuschierens, weil dies einfach und problemlos machbar war.

Dornheim 2018 Dornheim 2018

Der blaue Vorhang auf der rechten Bildseite stört doch ziemlich. Zunächst wurde das Bild etwas zugeschnitten, damit war das meiste schon weg. Noch mehr rechts abschneiden hätte aber auch wesentlichen Bildinhalt betroffen. Daher wurde das verbleibende Streifchen Vorhang mit der Farbe der daneben liegenden Wand überretuschiert, ebenso die Bäume im Bildhintergrund.

Hintergrund durch Retusche verändern

Dornheim 2018 Dornheim 2018

Auch hier gab es im Bildhintergrund Unruhe. Ein Teil des Problems war durch einen geeigneten Bildausschnitt lösbar - aber eben nur ein Teil. Um ein nicht zu ungünstiges Bildformat zu erhalten war nach dem Zuschneiden auch noch etwas Retusche nötig - dabei wurden die beiden Röhrenstapel verdoppelt, die in Wirklichkeit nur jeweils einmal da liegen.