Bau eines Modulkastens

Aus Kleinbahnwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Navigation: Bauberichte Modulbau

Typisch für den FREMO sind die genormten Module. Die H0fine-Kleinbahn hat (wie praktisch jede Gruppierung) ihre eigene maßgeschneiderte Norm und die passenden Empfehlungen für den Modulbau, der hier tatsächlich ein Kasten ist. Der einfachste Fall ist ein gerades Streckenmodul, da es dann nur rechte Winkel und gerade Schnitte gibt.

Der Modulkasten ist wirklich ein Kasten - zumindest bei den flachen Modulen, die üblicherweise gebaut werden. Für die Stirnseiten ist kein besonders geformtes Brett erforderlich. Das Stirnprofil ergibt sich später durch das Trassenbrett und Holzleistchen.

Der Kasten wird aus den exakt zugesägten Brettern (12 mm Birkensperrholz ist ideal) exakt winklig zusammengeleimt und -geschraubt. Wer hier keine Erfahrungen hat schließt sich am besten der nächsten Modulbauaktion an, damit der Modulkasten auch wirklich brauchbar ist.

Zuerst wird am Deckbrett eine Seitenwange angebracht:

Modulkastenbau

Dann folgt die mittlere Querstrebe:

Modulkastenbau

Nun folgt die andere Seitenwange:

Modulkastenbau

Zum Schluss folgen die Stirnbretter - zumindest bei einem geraden Modul:

Modulkastenbau

Bei sauber zugeschnittenen Einzelbrettern und exakter Arbeit finden sich am Modulkasten nun überall rechte Winkel. Sollte das nicht der Fall sein, muss mit einigem Aufwand und einer Schleifmaschine an den Stirnseiten für Winkeligkeit gesorgt werden, sonst gibt es später beim Arrangementaufbau Probleme. Um das zu vermeiden lässt diese Modulbauweise noch eine elegante Option zu: Das Modul wird mit leichtem Übermaß aufgebaut. Nachdem die Längsseiten und die Querstrebe verbaut sind, geht es zum Schreiner, der mit einer großen Säge die Stirnseiten exakt rechtwinklig zusägen kann - und erst dann werden die Stirnbretter befestigt.

Dies kann auch sehr praktisch sein, wenn Bogenmodule gebaut werden: Der Rohbau ohne die Stirnbretter wird auf der großen Säge an den Stirnseiten im gewünschten Winkel zugesägt, erst dann werden die Stirnbretter befestigt. Das erspart aufwändige Rechnungen und Sägungen, um alles im gewünschten Winkel passend zu haben.

Möglicherweise sind auf der Unterseite Verstärkungen erforderlich, z.B. wenn die Festigkeit durch ein ausgesägtes Bachbett beeinträchtigt wird; hier wurden drei Kanthölzer auf der Unterseite angebracht und verleimt und verschraubt, der Bach wurde dann aus dem Hartschaum herausgearbeitet:

Modulkastenverstärkung