Kleben

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Tipps und Tricks rund ums Kleben: Welche Kleber gibt es, wofür sind sie geeignet, wofür nicht, worauf muss man achten, usw.

Allgemeine Informationen

  • Holzleim - siehe Weißleim.
  • Kunststoffkleber
  • Sekundenkleber macht seinem Namen alle Ehre, er braucht dazu Feuchtigkeit, weshalb er auch besonders gut und schnell Haut auf Haut kleben kann - bis zum Erreichen der Endfestigkeit braucht es aber ein paar Stunden. Es gibt ihn flüssig für sehr feine Klebestellen, dabei kann er keine Spalte überbrücken. Alternativ gibt es ihn auch als Gel, was mitunter sehr praktisch ist, dabei kann er auch bedingt Spalte überbrücken - bis etwa 0,2 mm. Aceton löst die Verbindung wieder auf. Auf die Haut sollte man Sekundenkleber nicht bekommen, aber auch die Dämpfe sollte man meiden, sie reizen die Atemwege und die Augen, es kann zu Kopfschmerzen führen, usw.
  • Sprühkleber ist ideal z.B. zur Belaubung von Bäumen; allerdings gibt es Sprühkleber, der nicht abtrocknet, sondern dauerhaft klebrig bleibt - ein idealer Staubfänger. Um ihm etwas zum Abbinden zu geben eignet sich etwas Haarspray oder Firnis. Ohne diese Probleme arbeitet es sich mit verdünntem Weißleim aus der Blumenspritze.
  • Weißleim ist der Klebstoff für Holz, aber auch für Styropor und Hartschaum. Schön ist, dass er transparent trocknet. Bekannt ist er z.B. unter dem Namen Ponal. Es gibt ihn wasserfest und wasserlöslich und auch als Express-Variante, die schneller abbindet. Der normale Weißleim sollte 24h Ruhe haben um seine Festigkeit zu erreichen. Er ist nicht spaltüberbrückend, Holzteile müssen also flächig aufeinander sitzen und sie müssen mit Schraubzwingen sehr fest aneinander gepresst werden; aller Leim, den es dabei herausdrückt war ohnehin zu viel. Des weiteren ist er sehr gut geeignet als Schotterkleber, dafür wird er stark verdünnt mit etwa 60-70% Wasser und etwas Spülmittel. Auch als Kleber für elektrostatische Begrünung ist er gut geeignet, dort wird er vielleicht mit 30-40% Wasser verdünnt. Der Kleber hat einen schwachen und harmlosen Eigengeruch, man kann ihn ohne Weiteres in Innenräumen verwenden. Er hält lange, kann wieder mit Wasser verdünnt werden, aber irgendwann verdirbt er; wenn er säuerlich riecht ist er hinüber.
  • Zweikomponentenkleber

Konkrete Erfahrungen

Name Erfahrungen
Pattex 100% Damit bin ich nicht glücklich geworden. Er ist zwar gut zu verarbeiten, hält gut, riecht nicht arg, dafür jedoch seltsam. Das große "Aber" ist allerdings - er trocknet vergleichsweise schnell ein, auch wenn er (scheinbar?) fest verschlossen ist. Beide Gebinde hier sind steinhart und damit Abfall. Wenn nicht in absehbarer Zeit diese Menge aufgebraucht wird, dann ist er keine Empfehlung, da halten andere angebrochene Kleber deutlich länger.
Ponal Classic Der "normale" Ponal ist schwarz markiert. Das "nicht wasserfest" ist z.B. beim Einsatz als Schotterkleber hilfreich, weil Reparaturen und Änderungen im und am Gleis dadurch problemlos durchführbar sind, analoges gilt für die Begrünung mit Grasfasern. Es ist durchaus lohnend, nicht zu kleine Mengen zu kaufen, man kann diesen Kleber laufend brauchen und er hält auch angebrochen lange. Es dauert, bis er verdirbt und dann säuerlich riecht. Ansonsten ist er nahezu geruchsfrei und man kann daher problemlos in Innenräumen damit arbeiten.
Ponal Express Der Express-Ponal ist orange markiert. Er ist deutlich schneller fest als der Classic, aber im Regelfall brauche ich das nicht. Daher komme ich mit einem kleinen Gebinde lange hin, wenn es mal wirklich schneller gehen muss. Hält auch lange, riecht kaum und wenn er säuerlich riecht ist er zu alt.