FAQ

Aus Kleinbahnwiki
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Der interessierte Eisenbahnfreund, der zum ersten Mal ein FREMO-Treffen besucht, mag etwas verwundert sein und sich die eine oder andere Frage stellen - auf die er hier hoffentlich eine Antwort finden kann:

Was ist eigentlich ein FREMO-Treffen?

Warum ist die Anlage so schmal?

Ziel sind vorbildnahe Gleisanlagen mit einer entsprechenden Längenausdehnung, von der Landschaft wird daher nur ein schmaler Streifen links und rechts des Gleises dargestellt. Damit sind die Gleisanlagen für den Betrieb sehr gut zugänglich, des weiteren ist das Transportvolumen nicht unnötig groß.

Warum kann man hier nicht im Kreis fahren? Haben die Module nicht gereicht?

Es ist grundsätzlich nicht das Ziel, Züge im Kreis fahren zu lassen. Wie beim Vorbild auch fahren Züge von A nach B und wieder zurück, jedoch nicht im Kreis. Das Arrangement ist also bewusst so geplant worden, dass es keine geschlossene Strecke ergibt.

Warum fahren hier so wenig Züge?

Dargestellt ist keine Hauptverkehrsachse, sondern eine Kleinbahn, die beim Vorbild mit knappem Geld das Hinterland erschließen sollte - da fuhren nur eine Handvoll Zugpaare pro Tag, mehr Transportaufkommen gab es einfach nicht.

Wieso ist das nicht Schmalspur, wenn es doch Kleinbahn heißt?

Der Begriff "Kleinbahn" sagt nichts über die Spurweite aus. Kleinbahnen sind Bahnen dritter Ordnung unter Haupt- und Nebenbahnen. Der Begriff wurde 1892 in Preußen im dortigen Kleinbahngesetz definiert.

Warum fahren die Züge so langsam?

Es handelt sich hier um Modelle von Bahnanlagen, deren Vorbilder als Kleinbahn mit begrenzten finanziellen Mitteln erstellt wurden und daher keine höheren Geschwindigkeiten zugelassen haben. Beim Vorbild waren häufig nur 60 km/h oder sogar nur 40 km/h als Streckenhöchstgeschwindigkeit erlaubt. Oft werden erhebliche finanzielle Mittel in die Modelltriebfahrzeuge investiert, dass sie schön langsam und gleichmäßig fahren können.

Warum fehlen vor und in den Bahnhöfen die Signale?

Die Vorbilder der hier im Modell dargestellten Bahnhöfe waren unbesetzte Betriebsstellen - da war niemand, der Signale hätte stellen können. Der Fahrbetrieb wird als Zugleitbetrieb abgewickelt, dabei koordiniert ein Zugleiter den Betrieb auf einem längeren Streckenabschnitt. Vor dem Bahnhof halten die Züge ggf. an Trapeztafeln, in den Bahnhöfen an Haltetafeln. Nur der Bahnhof des Zugleiters verfügt evtl. über Signale, die er dann selbst stellen kann.

Was hat es mit dieser ganzen Zettelwirtschaft auf sich?

Ein ganz wesentliches Element ist ein vorbildorientierter Güterverkehr. Dazu werden Güterwagen von einem Versender zur Beladung angefordert und dann beladen auf die Reise zum Empfänger geschickt. Zur Koordinierung dieser Güterströme dienen die Frachtzettel und die Wagenkarten.

Warum gehen da die Uhren anders und so schnell?

Trotz aller Bemühungen um Maßstäblichkeit sind die Streckenlängen im Modell einfach zu kurz. Um realistische Fahrzeiten für die Fahrplangestaltung zu bekommen läuft die Modellzeit schneller als die Echtzeit, meist im Bereich von 1:4 bis 1:6.

Warum klingelt da ständig irgendwo ein Telefon?

Beim Vorbild waren die Betriebsstellen ohne Personal um Kosten zu sparen. Die Zugmannschaft muss daher den Zugleiter der Strecke per Telefon über alles informieren, damit dieser den Betrieb koordinieren kann.

Wieso fahren da so seltsame Fahrzeuge?

Dargestellt wird eine Kleinbahn - entweder als Privatbahn nach westdeutschem Vorbild oder als verstaatliche Kleinbahn nach ostdeutschem Vorbild (Ost und West). Klein- und Privatbahnen hatten meist andere Fahrzeuge im Einsatz als die Staatsbahnen auf ihren Haupt- und Nebenstrecken.

Des ischt abr koi Märklin?

Ha noi.

Was machen die sonst noch für verrückte Sachen?

Die bauen ihre Weichen selber, die finden es normal, pro Modul 400 Nägelchen einzeln einzudrücken, die sägen neue Güterwagen auseinander, um sie maßstäblicher zu machen, die fahren 1000 km mit dem Auto um drei Tage Eisenbahn zu spielen, ...

Wie kann man bei euch mitmachen?